Ayurveda - altindische Medizin

Arthritis mit Ayurveda behandeln.

Nach der Perspektive des Ayurveda liegen die Ursachen für eine Arthritis primär darin, dass sich im Laufe der Zeit im menschlichen Organismus eine zu hohe Anzahl von Giftstoffen ("ama") angesammelt hat, ohne dass deren Verbrennung durch das Element des Feuers ("Agni") gewährleistet worden wäre. Ein ähnlicher Ursache-Wirkungsmechanismus wird auch für die Entstehung von Rheuma postuliert. Ein solches Ungleichgewicht wird vor allem auch auf eine unzureichende Funktionsweise des Verdauungssystems zurückgeführt, weshalb sich unverdaute Speisen und sonstige Abfälle in ungesundem Maße im Körper anlagern. Der Weg hin zu einer oft sehr beeinträchtigenden Arthritis ist dann geebnet, wenn jenes "ama" sich schließlich in den Gelenken ansiedelt. Insofern wird davon ausgegangen, dass sich die Giftstoffe zunächst in das System des Dickdarmes einschleusen und von dort aus schließlich in das Knochengewebe und in die Gelenke hineingelangen, um dort Schmerzen und reduzierte Motorik bis hin zur Unbeweglichkeit zu erzeugen.

Entgiftung gegen die Gelenkkrankheit

Auf dieser Grundlage zeichnet sich sodann ab, wie die Therapie einer Arthritis nach Gesichtspunkten des Ayurveda erfolgen sollte. Abgezielt wird insoweit auf eine Umkehr der "Reiseroute" des ama; angestrebt ist nämlich, dass die Giftstoffe aus den Gelenken wieder zurück in den Dickdarm wandern, um dort schließlich ausgeschieden zu werden.

Als ein probates Mittel hierzu soll sich die Einnahme von Triphala (wörtlich: "drei Früchte) vor dem Schlafengehen zusammen mit einer halben bis einer Tasse warmem Wasser erwiesen haben. In diesem Mittel sind drei verschiedene heilkräftigende Substanzen versammelt, nämlich neben Amalaki und Haritaki auch Bibhitaki. Noch spezifischer lässt sich sogar vorgehen, wenn bekannt ist, ob man dem Vata-Typ angehört (dann Haritaki), demjenigen des Kapha-Types (hier wird Bibhitaki empfohlen) oder dem Pitta-Typ, dem Amalaki angeraten wird.

Um parallel zu diesen Maßnahmen ganz grundsätzlich die Aktivität des Verdauungsfeuers anzukurbeln, wird im Ayurveda oft auf Lebensmittel zurückgegriffen, die einen etwas robusteren Magen voraussetzen. Intensiv gewürzte und heiß servierte Nahrung und pikante Gewürze (namentlich Cayennepfeffer und das mit Ingwer verwandte Galant) stehen dann nämlich häufig auf dem Speiseplan.

Äußerliche Arthritis-Behandlung

Im Übrigen können die Schmerzen auch auf äußerlichem Wege in Angriff genommen werden. Durch das Auftragen von Öl auf den betroffenen Stellen soll die Flexibilität der Gelenke wieder erhöht werden. Dabei kommt vor allem Mahanarayan-Öl in Betracht, welches vor der Behandlung zu gleichen Teilen mit Sesamöl gemischt wird. Dessen Wirkung wird noch gesteigert, wenn im Anschluss an das Einreiben Wärmebehandlungen wie z.B. die Svedana-Behandlung durchgeführt werden. Dies kann durch den Aufenthalt in einer Sauna geschehen oder dadurch, dass die Körperteile für sich betrachtet warmem Wasserdampf ausgesetzt werden.

Haben sich die Giftstoffe auf ihrer "Rückkehr" wieder im Dickdarm eingefunden, so bietet sich an, den Körper durch die Verwendung eines Einlaufes bei seinem Reinigungsprozess zu unterstützen. Als gutes Indiz dafür, dass eine solche Kur angeschlagen hat, gilt der Rückgang bzw. das Verschwinden von Belägen auf der Zunge. Ein gesteigerter Appetit und ein allgemeines Gefühl von erhöhter Leichtigkeit zeigen ebenfalls an, dass das innere Feuer wieder in gesundem Maße regulierend wirkt.

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