Ayurveda - altindische Medizin

Diät nach Ayurveda - wie kann man abnehmen?

Gewichtsprobleme aus ayurvedischer Sicht: Der Ayurveda verordnet recht häufig Diäten, um bestimmte Krankheiten oder Beschwerden zu lindern. Damit ist jedoch keine allgemeine fett- oder zuckerreduzierte Kost gemeint, um Gewicht zu verlieren. Selbst bei Übergewicht wird keine klassische Diät verordnet, sondern eine diätetische Ernährung empfohlen, welche die Ursache des Übergewichts oder die entstandene Belastung der Organe bekämpfen will. Die Ernährungsempfehlungen ähneln dennoch den uns bekannten Diätrichtlinien.

Die drei Doshas Kapha, Vata und Pitta sind Lebenssäfte im menschlichen Körper, denen bestimmte Körperfunktionen und Bereiche zugeordnet sind. Bei Menschen mit Übergewicht spielt das Kapha Dosha eine besondere Rolle. Es hat sich zu Überfluss angesammelt und macht den Körper träge. Dadurch wurden die anderen beiden Doshas verdrängt, was zu einem Ungleichgewicht führte. Dabei ist gerade Pitta der Körpersaft, welcher für die Verdauung verantwortlich ist. Die Diät nach Ayurveda konzentriert sich also darauf, Kapha zu reduzieren und dem Körper dadurch mehr Verdauungsenergie zu geben.

Die Anti-Kapha Ernährung

Die Anti-Kapha Diät ist für Übergewichtige im Allgemeinen als positiv anzusehen. Denn viele Kapha Lebensmittel sind fettreich, zuckerhaltig und schwer. Kein Wunder, dieser Dosha-Typ wird ja auch mit einer gewissen Trägheit und Gemütlichkeit beschrieben. Nach ayurvedischem Verständnis sollten Betroffene also auf Zucker im Allgemeinen verzichten und auch süßes Obst meiden. Gewöhnlicher Kristallzucker und Bananen gelten als besonders kritisch, während Honig und getrocknete Früchte als positiv angesehen werden.
Ferner sollte möglichst gänzlich auf Kuhmilchprodukte und Fleisch verzichtet werden. Beides belastet die Verdauung und fördert Trägheit. Als Dogma sollte man diese Empfehlungen jedoch nicht sehen. Der Betroffene sollte sich stets wohl fühlen und durch seine Ernährung nicht unzufrieden werden. Als positive Lebensmittel werden Gemüse wie Brokkoli, Chilies und Wurzelgemüse, sowie Bohnen und Gerste angesehen.

Kleine Verdauungshelfer

Um die Diät aus ayurvedischer Sicht noch ein bisschen weiter voranzutreiben, sind kleine Verdauungshelfer äußerst dienlich. Im Allgemeinen kann würziges bis scharfes Essen empfohlen werden. Egal ob Chili, Pfeffer oder Ingwer: Jeder sollte die verschiedenen Gewürze und Kräuter ausprobieren und so viel verwenden wie es angenehm ist. Hier nun ein paar konkrete Ernährungs- und Getränketipps:

  • Noch vor dem Frühstück kurbelt ein Glas warmes Wasser mit frischer Zitrone und einer Scheibe Ingwer die Verdauung an und stärkt die Abwehrkräfte.

  • Nach jeder warmen Mahlzeit kann eine Tasse schwarzer Tee vor Heißhunger auf süße Dessert bewahren. Zudem werden Verdauungssäfte durch die Gerbstoffe im Tee freigesetzt.

  • Das Essen sollte möglichst immer warm sein und langsam zu sich genommen werden. Gründliches kauen erleichtert dem Magen viel Arbeit. Kalte Getränke sollte man nicht während des Essens zu sich nehmen.

  • Herbe Kräutertees können über den ganzen Tag verteilt getrunken werden. Sorten wie Löwenzahn, Hagebutte und Brennnessel sind genau so zu empfehlen wie die würzigen Yogi-Tee Mischungen.

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