Ayurveda - altindische Medizin

Ayurwedische Therapien - Heilen mit Ayurveda

Die ayurvedische Medizin bedient sich in erster Linie folgender Naturheilverfahren: Panchakarma (Reinigungskur), Ayurvedische Kost, Yoga, Öl- und Trockenmassagen, Svedana (ayurvedische Schwitzkur) sowie ayurvedische medikamentöse Behandlung (pflanzliche und/oder mineralische Mittel wie Kräuter und Tees zur inneren oder äußeren Anwendung).

Viele dieser einzelnen Verfahren existieren auch in der traditionellen westlichen Naturheilkunde. Reinigungskuren (zum Beispiel Heilfasten, F.X. Mayr-Kur), Ernährungstherapie, Entspannungstherapien, Massagen, Schwitzkuren (zum Beispiel Packungen, Sauna), Pflanzenheilkunde und Nährstofftherapie sind anerkannte Naturheilverfahren. Der Ayurveda bildet in seiner Gesamtheit jedoch ein geschlossenes, umfassendes Heilsystem, welches in dieser Form wohl nur dem Kneippschen Heilsystem vergleichbar ist, wobei Kneipp seine Erfahrungen in einem Menschenleben sammelte, während der Ayurveda hierzu einige Jahrtausende zu Verfügung hatte.

Ayurvedische Behandlungsverfahren

Von den einzelnen Verfahren sei hier die Panchakarma-Kur etwas ausführlicher eingegangen. Panchakarma bedeutet "fünf Behandlungen". Diese Behandlungen sind:

  • Vamana (Erbrechen, nur bei Kapha-Störungen)
  • Virechana (Abführen, je nach Konstitution, zum Beispiel mit Rizinus)
  • Basti (Einlauf mit Öl oder Kräuterabkochungen, meist "nährend" und nicht abführend)
  • Raktamoksana (Aderlass)


Nicht alle fünf Behandlungen werden bei jeder Panchakarma-Kur durchgeführt, individuelle und konstitutionelle Gesichtspunkte sind hierbei entscheidend. Unentbehrlich sind jedoch die vorbereitenden Maßnahmen für die anschließende Hauptbehandlung:

  • Eine besondere Ernährung (leicht verdaulich, Dosha-ausgleichend)
  • "Innerliches und äußerliches Fetten" (zum Beispiel Trinken von Ghee, Massagen mit auf die Konstitution abgestimmten Ölen und Kräutern)
  • Schwitzen (trockene oder feuchte Hitzeanwendung).

 

Anschlusstherapie durch angepasste Ernährung

Eine solche Reinigungskur hat bereits eine beachtliche therapeutische Wirkung und macht den Körper noch sensibler für möglicherweise anzuschließende weitere Therapien (zum Beispiel pflanzliche Heilmittel).

Da auch der Laie ohne Weiteres seine Kost nach ayurvedischen Prinzipien ausrichten kann und damit bereits beachtliche Auswirkungen auf das Gleichgewicht seiner Doshas erzielen kann, ist dies eine wirkungsvolle Therapie. Wichtig ist dabei, dass die ayurvedische Kost keineswegs eine indische Kost sein muss, die nur fremdartige und teilweise schwer zu besorgende Lebensmittel und Gewürze enthält. Man kann sich auch mit europäischen Lebensmitteln und Gewürzen ayurvedisch ernähren, wenn die grundlegenden Richtlinien eingehalten werden.

Zwei wichtige Bestandteile der ayurvedischen Medizin sind die Herstellung von Ghee (sprich: Gii) und das Einölen des Körpers vor dem Duschen.

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