Ayurveda - altindische Medizin

Ayurveda und Yoga / Meditation

Ayurveda versucht, mit seiner umfassenden und ganzheitlichen Heilkunde alle Aspekte des menschlichen Lebens zu berücksichtigen. Viele Menschen im westlichen Kulturkreis praktizieren einen ungesunden Lebensstil mit Fehlernährung und Bewegungsmangel. So haben Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus
oder ein Burn-out-Syndrom, Depressionen, Angstzustände, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen in erheblichem Maße in unserer Gesellschaft zugenommen. Neueste Erkenntnisse, dass gesunde Ernährung in Verbindung mit Entspannung, regelmäßigem Bewegungstraining und Sport Besserung
bringen, sind im Ayurveda seit langer Zeit belegt.

Yoga-Asanas im ayurvedischen Verständnis

So versucht die ganzheitliche Therapie im Ayurveda zusätzlich zur Ernährungsweise, die dem Dosha-Typ entspricht, durch regelmäßige Ruhepausen mit Entspannungsübungen und Asanas aus dem Yoga, mit Besinnung auf eine gesunde Atmung und mit Öl-Massagen die Harmonie der Doshas im Organismus wieder herzustellen. Die Vielfalt dieser Heilmethoden dient letztlich dem einen Ziel, die natürlichen Heilkräfte des menschlichen Organismus neu zu entdecken und fortlaufend weiter zu unterstützen.

Yoga in diesem Zusammenhang bedeutet nicht, lange einen Kopfstand zu machen oder gymnastische Übungen durchzuführen. Die Asanas des Yoga sollen zur Einheit des Bewusstseins führen, d.h. die gegensätzlichen Kräfte, die in unserem Körper wirken, gleichen sich aus und harmonisieren sich. Bei den Stellungen der Yoga-Asanas nimmt der Übende bewusst Kontakt mit seinem Körper auf und erlebt wie körperliche Blockaden und Spannungen sich auflösen. Dadurch kann Energie im Körper des Übenden wieder fließen und eine neue Kraft erfüllt sein Körper-Geist-System. Anleitungen, wie und wo man Yogaübungen durchführt, gibt es reichlich im Bereich der Medien, der Literatur und bei Kursen verschiedener Krankenkassen.

Der Harmonisierung des Energieflusses im Körper dienen auch die verschiedenen Massage-Anwendungen im Ayurveda. Der Stirn-Öl-Guss wird zumeist mit einer sehr tiefen Entspannung erlebt, führt besonders zur Lockerung der Muskulatur und ist für Patienten mit Kopfschmerz, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen und Bluthochdruck sehr heilsam.

Transzendentale Meditation als Bestandteil der ayurvedischen Lehre

Doch zu ähnlichen Erfolgen führt auch die aus dem Ayurveda bekannte Transzendentale Meditation ( TM ). Durch diese einfache und natürliche Methode erfuhren schon viele Menschen tiefe Ruhe und Entspannung. Diese Meditation versucht den Geist durch Konzentration auf ein kurzes Klangwort ( Mantra ) zur Ruhe zu bringen. Gewöhnlich gehen uns viele Gedanken durch den Kopf, wenn wir längere Zeit einmal ganz still sitzen, liegen oder einfach ausruhen wollen. So ist es anfangs auch bei der TM und das beobachtet der Meditierende wie ein Zuschauer, der einen Film sieht. Durch die weitere Konzentration auf das Mantra verdrängt er diese Gedanken nicht, bleibt aber "Zuschauer" und behält somit Abstand zu dem, was in seinen Gedanken hochkommt. Er bleibt in seinem Ruhezustand und erlebt wie sich langsam seine Gedanken wieder verflüchtigen und zunehmend mehr innere Ruhe, Wohlbefinden, Zufriedenheit und Glück in seinem Bewusstsein Raum gewinnen. In der Regel wird empfohlen, morgens und abends für 15 bis 20 Minuten zu meditieren. Durch regelmäßige Meditation manifestiert sich dieser Bewusstseinszustand und führt zu einer heilsamen körperlichen und geistigen Regeneration, verbessert das Konzentrationsvermögen und lässt zu neuer Kreativität finden.

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1 Kommentar

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#1 Anne schrieb am 12.01.2013 20:35 antworten

Hallo,

kann ich eine bipolare Erkrankung auch ohne Medikamente

durch ayurwedische Therapie behandeln lassen?