Ayurveda - altindische Medizin

Herz-Kreislauferkrankungen mit Ayurveda therapieren

Millionen Menschen sind dauerhaft krank: Sie leiden unter den verschiedenen Formen von Herz-Kreislauferkrankungen. Arteriosklerose (Verkalkung der Arterien), Bluthochdruck, Herzinfarkte und Schlaganfälle kosten den Krankenkassen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro - dabei könnten diese Krankheiten eigentlich ganz leicht besiegt werden. Jedenfalls liegt die Vermutung nahe, denn die Hauptursache von Herz-Kreislauferkrankungen liegt in den meisten Fällen in einer ungesunden Lebensweise begründet. Viele Menschen ernähren sich falsch, bewegen sich zuwenig, rauchen oder üben sich in übermäßigem Alkoholkonsum.

Ursachen und klassische Behandlung

Die moderne Medizin hat zwar beachtliche Fortschritte gemacht, steht dem Phänomen der Volkskrankheiten jedoch machtlos gegenüber. Schulmediziner können zwar die Symptome erfolgreich bekämpfen, so dass eine Besserung eintritt, doch um zu heilen, müssen die Ursachen einer Krankheit beseitigt werden. Eine gängige Behandlung bei Bluthochdruck sind beispielsweise Beta-Blocker. Diese allerdings müssen dauerhaft und lebenslang genommen werden: Setzt der Patient die Medikamente ab, kommt der Bluthochdruck mitsamt seinen unangenehmen Begleiterscheinungen zurück. Beta-Blocker wirken zwar blutdrucksenkend, aber die Ursache des zu hohen Blutdrucks heilen sie nicht.

Ergänzend alternativ: Ayurveda

Die ayurvedische Medizin basiert vor allem auf dem Prinzip der Prävention: Der Patient wird nicht erst dann behandelt, wenn es schon zu spät ist - schwere Erkrankungen sollen von vorn herein vermieden werden. Der Mensch bleibt gesund, solange er sich im Gleichgewicht befindet. Wird dieses Gleichgewicht jedoch - aus welchem Grund auch immer - gestört, erkrankt er. Ayurvedische Ärzte kennen zahlreiche Empfehlungen hinsichtlich Ernährung, Bewegung etc., die den Menschen gesund erhalten sollen. Allerdings sind diese Regeln nicht allgemeingültig: Gemäß der ayurvedischen Lehre gibt es verschiedene Typen von Menschen. Der jeweilige Typus einer Person wird von seinem Dosha bestimmt. Je nachdem, ob jemand eher ruhig oder eher lebhaft ist, gut und gerne isst oder aber zappelig ist und nicht zur Ruhe kommt: Die Doshas Pitta, Kapha und Vata vermischen sich auf eine einzigartige Weise in jeder Person. Sie bestimmen auch, welche gesundheitsfördernden Maßnahmen dem einen guttun und auf einen anderen negative Auswirkungen haben können.

Ein Patient mit Herz-Kreislaufproblemen sollte aus ayurvedischer Sicht in folgender Hinsicht behandelt werden: Zunächst einmal erfolgt eine Umstellung auf eine leichte Ernährungsweise mit viel gesunder Kost. Obst und Gemüse sowie nur wenig Fett stellen die Hauptbestandteile der neuen Nahrung dar. Stark sättigende Lebensmittel sowie tierische Eiweiße sollten vermieden werden: Sie regen den Körper zu schädlichen Prozessen an und ihre Abbauprodukte lagern sich in den Gefäßen ab. In einem weiteren Schritt wird die Verdauung angeregt, damit der Darmtrakt schädliche Verdauungsrückstände so schnell wie möglich ausscheiden kann. Anderenfalls lagern sie sich als giftige Schlacken im Körpergewebe ab. Um den Körper schließlich von innen heraus zu reinigen und Schlacken sowie Gifte zu entfernen, unterzieht der Therapeut den Patienten einer Reinigungskur (Panchakarma). Dazu gehören beispielsweise die verschiedenen ayurvedischen Massagen, die nicht nur den Körper entspannen, sondern auch den Stoffwechsel anregen. Welche Therapieformen am besten für wen geeignet ist, entscheidet ein ayurvedischer Arzt nach einer umfänglichen Diagnostik und Anamnese.

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