Ayurveda - altindische Medizin

Hilfe bei Rückenbeschwerden und Rückenschmerzen durch Ayurveda

Viele Menschen leiden unter Rückenbeschwerden, haben vielleicht sogar einen Bandscheibenvorfall erlitten. Rückenprobleme können vielfältige Ursachen haben: Eine davon besteht in einer vor allem sitzend ausgeübten Tätigkeit. Von Natur aus ist der Mensch nicht fürs Sitzen gemacht. Der Körper braucht Bewegung, womit allerdings nicht Leistungssport gemeint ist, sondern vor allem Laufen. Doch der moderne Mensch verhält sich in seiner technisierten Umgebung oft nicht naturgemäß: Nach einem langen Arbeitstag am Bürotisch geht ein Angestellter oft noch ins Fitnesstudio, um die fehlende Bewegung des Tages innerhalb einer Stunde aufzuholen. Viele Menschen treiben auch gar keinen oder zuwenig Sport.

Ursachen und ayurvedische Behandlung der Rückenprobleme

Die Folge davon sind oft Rückenschmerzen, Probleme mit dem Ischias oder ein Bandscheibenvorfall. Vielfach sind Rückenprobleme aber auch unspezifisch: Sie können schulmedizinisch keiner Erkrankung bzw. keinem Problem zugeordnet werden. Auf Röntgenbildern oder im Kernspintographen findet der Arzt keine konkrete Ursache. Das kommt daher, dass Rückenschmerzen auch ganz andere Ursachen haben können. Sie können beispielsweise psychisch bedingt sein, auf entzündete Zähne hinweisen oder mit Problemen der inneren Organe zusammenhängen. Ursachenforschung zu betreiben ist in solchen Fällen grundlegend für jede weitere Behandlung.

In der indischen Medizin stellt eine genaue und gründliche Anamnese den wichtigsten Teil der Therapie dar. Gemäß der ayurvedischen Glaubenslehre entstehen Krankheiten durch ein Ungleichgewicht: Körper und Seele eines Menschen sind aus verschiedenen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten. Die Lebensenergien - Pitta, Kapha und Vata - sind durcheinander geworfen und entsprechen nicht mehr dem natürlichen Dosha. Darunter versteht die ayurvedische Lehre die individuelle Mischung der drei Bioenergien, die jedem Menschen bei der Geburt mitgegeben werden. Jede Mischung ist einzigartig - und damit auch jeder Mensch. In der ayurvedischen Medizin werden keine pauschalen Therapien verordnet: Denn was dem einen guttut, kann einem anderen schaden. Dementsprechend muss ein ayurvedischer Arzt genaue Ursachenforschung betreiben.

Als Ursache für Rückenprobleme wird oft ein Übermaß an Vata angenommen. Vata steht für den Wind und die Bewegung. Zudem führen Verdauungsprobleme oft zu Rückenschmerzen.
Deshalb besteht eine ayurvedische Therapie bei Rückenschmerzen sowohl aus einer Ernährungsumstellung als auch aus Massagen und rückenstärkenden Yoga-Übungen. Manchmal wird auch im Rahmen des Panchakarmas - einer ayurvedischen Reinigungskur - ein Einlauf empfohlen. Zahlreiche indische Heilkräuter finden, je nach Art des Schmerzes, ebenfalls Anwendung.

Die Yoga-Übungen sollen den Rücken und seine Muskeln entspannen. Die Durchblutung wird angeregt, die Muskeln sind locker und schmerzen nicht mehr. Durch gezielte Übungen können sie auch gekräftigt und so widerstandsfähiger gemacht werden. Ayurvedische Massagen, beispielsweise mit warmen Öl und Buttermilch, verfolgen denselben Zweck. Rückenschmerzen sind nach Ansicht ayurvedischer Ärzte meist Vata-Störungen. Sitz des Vata ist der Dickdarm. Aus diesem Grund verordnet ein Ayurveda-Therapeut häufig eine spezielle Diät bzw. darmreinigende Maßnahmen, um etwa einer Verstopfung entgegen zu wirken. Zu einer optimalen Ernährung bei Rückenproblemen gehört es, nur leichte und gut verdauliche Nahrung zu sich zu nehmen. Diese sollte mit verdauungsfördernden Gewürzen abgeschmeckt werden: Scharf und bitter sind hier die bevorzugten Geschmacksrichtungen. Eventuell sollte der Patient sogar kurzzeitig fasten.

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