Ayurveda - altindische Medizin

Ayurvedische Kräuter und Gewürze

Angesichts der überaus zahlreichen Kräuter und Gewürze - viele davon in unseren Breiten kaum bekannt und auch nicht leicht zu beschaffen - die in der ayurvedischen Therapie zum Einsatz kommen können, muss die folgende Darstellung notgedrungen überblicksartig und unvollständig bleiben. Dennoch soll der Versuch gewagt werden, einige der im Ayurveda traditionell besonders häufig verwendeten Pflanzen etwas näher zu betrachten.

Fünf typische Kräutergewächse

1. Ashwaghanda

In der deutschen Sprache als Schlafbeere bekannt, wird Ashwaghanda im Ayurveda zur Stärkung von Muskeln und Sehnen sowie der Knochen, aber auch des mentalen Korsetts (Nerven) eingesetzt. Auch soll die Pflanze, deren Name so viel bedeutet wie "Der Geruch des Pferdes", zur Kräftigung des Immunsystems beitragen. Für die Damenwelt mag die Schlafbeere außerdem auch deshalb besonders interessant sein, weil sie eine Verbesserung der Fruchtbarkeit sowie einen Schutz vor Geburtskomplikationen in Aussicht stellt.

2. Guggul

Zu den zahlreichen Synonymen des Guggul gehören unter anderem Loban, Gugulipid, Bedellium und indische Myrrhe. Es handelt sich hierbei um ein Harz, das für die Flexibilität und Beweglichkeit des Körpers eine ganz herausragende Rolle spielen soll. Dies deshalb, weil ihm zugeschrieben wird, Giftstoffe hervorragend aus dem Körper und insbesondere auch aus den tieferen Schichten des Organismus loslösen und ihre Ausscheidung ermöglichen zu können. Hiervon sollen vor allem Muskeln und Bänder sowie die Knochen profitieren. Wissenschaftliche Studien zeigen darüber hinaus positive Effekte auf den Cholesterinspiegel und auf das Herz.

3. Shatavari

Diese auch als wilder Spargel, Vari oder Satawar bezeichnete Pflanze erreicht Höhen von bis zu sieben Metern und wächst mehrjährig in Südasien, Australien sowie im Westen Afrikas. Es besteht eine Verwandtschaft zum herkömmlichen Spargel, der in unseren Breitengraden kultiviert wird. In den weißen Blüten, die er hervorbringt, wachsen letztlich rote Früchte. Im Ayurveda werden indes primär die Wurzeln der Shatavari genutzt, die als "Jungbrunnen" angesehen werden und zu einer Erhöhung der Gedächtnisleistung, der kognitiven Fähigkeiten sowie der Abwehrkräfte führen sollen. Auch die gleichfalls verwendeten Blätter des wilden Spargels enthalten insbesondere Saponine, die bei einem unausgeglichen Säure-Basen-Haushalt z.B. gegenüber Magengeschwüren präventiv wirken sollen.

4. Amalaki

Zu den "anti-aging"-Akteuren des Ayurveda wird das Amalaki gezählt. Neben einer Verlangsamung des Alterungsprozesses wird ihm zugeschrieben, das Energielevel zu heben und so die Abwehrkräfte zu steigern und Stress und Burn-out entgegenzuwirken. Verwendet wird das an Vitamin C reiche Gewächs überdies, um Asthmatikern Erleichterung zu verschaffen.

5. Aloe Vera

Weit über die Kreise der Kundigen des Ayurveda hinaus ist die Aloe Vera bekannt geworden. Assoziiert wird sie unter anderem mit keinem geringeren Namen als dem von Cleopatra, die Aloe Vera bereits zur Körperpflege benutzt hat. Und tatsächlich wird die auch als Wüstenlilie bezeichnete Pflanze noch heute dazu verwendet, um der Haut bei erlittenen Strapazen wie z.B. einem Sonnenbrand oder kleineren Wunden beizustehen. Auch wenn es "nur" darum geht, dem größten Organ des menschlichen Körpers (der Haut) Feuchtigkeit zu spenden, ist sie ein nach wie vor gerne gewähltes Mittel.

Haben Sie eine Frage, einen Kommentar oder hilfreiche Tipps zu Ayurveda?

Wir freuen uns über Ihren Beitrag!